4.10.2022

Terminänderung Veranstaltung Stuttgart

Wie bereits angekündigt stellt sich auch die nächste Veranstaltung von museumdenken den Fragen der Museumsanalyse und Ausstellungskritik. Der geplante dreitägige Workshop im November 2022 muss leider entfallen. Ein neuer Termin ist aber bereits gefunden:

Die Veranstaltung findet NEU vom 17.-19. März 2023 in Stuttgart statt!

In Kürze folgen Informationen zum geplanten Programm. Eine Anmeldung zur Veranstaltung ist ab sofort möglich unter: info@museumdenken.eu

2.9.2022

Eine Würdigung auch von museumdenken: Der staatliche Museumspreis für das Jüdische Museum Hohenems

In der Begründung für die Verleihung des Österreichischen Museumspreises 2022 wird auch das vor einem dreiviertel Jahr gegründte Netzwerk musuemsdenken gewürdigt.

Hier die Begründung für die Verleihung des Preises an das Jüdische Museum Hohenems:

Das Jüdische Museum Hohenems ist ein kleines historisches Museum in einer kleinen Gemeinde im äußersten Westen Österreichs. Die Bedeutung des Museums reicht jedoch weit über den Ort oder die Region hinaus.

Das Museum erzählt die Geschichte einer Diaspora Gemeinde, bleibt aber nicht in der Vergangenheit stehen, sondern greift in seinen Ausstellungen aktuelle Themen und Fragen auf, die man sich auch an weit entfernten Orten stellen sollte.

Der Ort und seine Bespielung: Das Jüdische Museum Hohenems betritt man durch einen kleinen Garten im Herzen der Stadt. Dieser Garten wird als Gesprächs- und Verweilraum bespielt – das Museum ist als offene Institution angelegt, die Reisende wie Ortsansässige einlädt. Das Haus selbst, eine Villa des 19. Jahrhunderts, bleibt dabei als Aufenthaltsraum, als Diskursraum und als Entwicklungsort bestehen. Die Arbeit der Vermittlung, die Arbeit mit dem Publikum und die Arbeit mit den Bewohner:innen der Stadt und der Region sind dabei ein zentraler Teil Museumsaktivitäten.

Unter der Direktion von Hanno Loewy gelingt es, ihm und seinem Team, das Museum zu einem Ort inmitten eines europäischen Netzwerks anderer Museums- und Kulturinstitutionen zu etablieren und jetzt schon über viele Jahre zu erhalten. Hanno Loewy ist dabei Gastgeber und Ermöglicher, wenn es darum geht, mit großem Einsatz sowohl geistiges Potential als auch die für den Betrieb notwendige Finanzierung zusammenzubringen. So ist es ihm nicht nur gelungen Sponsoren (international wie auch aus der Region) zu gewinnen, sondern auch Felicitas Heimann Jelinek, die als Kuratorin eine der gewichtigsten Stimmen des Landes ist, immer wieder an definierenden Momenten ans Haus zu holen.

Nicht zuletzt findet bei Hanno Loewy auch die Debatte über die Institution Museum selbst einen Ankerpunkt. Mit der Initiative „museumdenken“ hat am Jüdischen Museum Hohenems letztes Jahr ein aktueller und wesentlicher Prozess der Diskussion und Definition museologischer und museumspolitischer Fragen begonnen.

Das Museum Hohenems ist ein mutiges Museum, dass sich kein Blatt vor den Mund nimmt, gerne provokante Fragen in den Raum bringt und offen ist für den Diskurs mit allen Interessierten. Die Wichtigkeit des jüdischen Museum Hohenems für die österreichische Museumslandschaft ist unumstritten.

Der Museumsbeirat des Bundesministeriums für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport empfiehlt daher das Jüdische Museum Hohenems als Preisträger des Österreichischen Museumspreises im Jahr 2022.

28.8.2022

Die nächste Veranstaltung von museumdenken: Ausstellungsanalyse. 4. bis 6. November 2022 in Stuttgart

museumdenken beschäftigt sich vom 4. bis 6. November 2022 in Stuttgart mit dem Thema Museumsanalyse und Ausstellungskritik. Wir vertiefen damit das im Juni in Wien begonnene Vorhaben, theoretische und methodische Bedingungen der Kritik zu entwickeln.


Am Freitag, den 4. November 2022, werden am Nachmittag und Abend in Statements die verschiedenen Zugangsweisen möglichst praxisnah, also an Beispielen, vorgestellt – etwa im Kontext museologischer Ausbildung, aus dem kuratorischen Blickwinkel, dem journalistischen, dem wissenschaftlich-museologischen u.a.m.

Zudem wird ein Workshop die konkreten Ausstellungsanalysen vorbereiten; vorgestellt werden Fragen und Anleitungen, die den Arbeitsgruppen mitgegeben werden, auch um eine vergleichende Diskussion zu erleichtern.

Samstag, der 5. November 2022, ist ganz der Analysearbeit in ausgewählten Ausstellungen gewidmet, die in kleineren Arbeitsgruppen erfolgt.

Wir denken bei den Besuchen vor allem an das Haus der Geschichte Baden-Württemberg und das Stadtpalais (Stadtmuseum), je nach Interessen auch erweitert um die Stuttgarter Staatsgalerie, das Landesmuseum Württemberg, das städtische Kunstmuseum oder den Kunstverein.

Die Analyse-Erkenntnisse der Arbeitsgruppen werden in die Gesamtgruppe eingebracht. Dabei soll im Anschluss an die Besuche ein erstes Resümee und/oder eine methodisch-theoretische Vertiefung versucht werden.

Der Sonntagvormittag am 6. November 2022 wird der strukturierten Zusammenfassung der Erfahrungen dienen, wobei im Idealfall auch ein kommunizierbares Ergebnis zustandekommen sollte.


Eine Anmeldung zur Veranstaltung ist ab sofort unter dieser Mailadresse möglich: http://info@museumdenken.eu/

Wer zudem Ideen beisteuern möchte, ist sehr willkommen und wendet sich an dieselbe Adresse.


Wer sich mit dem Thema Museumsanalyse und Ausstellungskritik schon jetzt eingehender beschäftigen möchte, kann auf unserer Webseite auf den ersten Teil von Roswitha Muttenthalers in Wien vorgebrachten Einleitung zugreifen: https://www.museumdenken.eu/post/methode-und-zweck-von-ausstellungsanalyse-und-kritik sowie auf Gaynor Kavanaghs umfangreichen und amüsanten „Fragebogen“ zur Evaluation von Ausstellungen.

Den zweiten Teil von Roswitha Muttenthalers Einführung in die Ausstellungsanalyse – ein Analysebeispiel – werden wir in wenigen Tagen veröffentlichen.

An der Museologie der Universität Würzburg gibt es Ausstellungsanalyse als Arbeitsschwerpunkt. Carla-Marinka Schorr arbeitet an einer Dissertation und einer Publikation zum Thema und hat gemeinsam mit dem Leiter der Museologie, Prof. Guido Fackler, hier das Projekt vorgestellt: https://www.museumdenken.eu/post/sprechen-zu-ausstellungsanalyse


Wer sich zum Netzwerk museumdenken informieren möchte, findet auf unserer Webseite die nötigen Informationen: https://www.museumdenken.eu/



26.5.2022

Museums and Partnerships in Times of War in Ukraine

Dear Colleagues,


We would like to invite you to the online event "Museums and  

Partnerships in Times of War in Ukraine". At the same time, we ask you  

to publish our event announcement (see below or pdf) via your  

distribution list, i.e. make it accessible via your homepage or  

newsletter or your mailing list.

With best thanks for your help and best regards


Guido Fackler.


---- for Ukrainian and German translations see pdf ----


Museums and Partnerships in Times of War in Ukraine


June 9, 2022, 17:30–19:30 CEST, ZOOM


The brutal and aggressive war unleashed by Russia in Ukraine on  

February 24, 2022 is driving more and more people to flee every day  

and causing massive destruction. How can Ukrainian colleagues continue  

their work against the backdrop of permanent threats to their lives,  

historic buildings and collections? What role does cultural and  

natural heritage play in this war? And what forms of cooperation and  

resource sharing can museums abroad offer to provide support in  

solidarity and counter the rise of fascism?

In this session of the Making Museums Matter event series, colleagues  

from Ukraine, Poland, Germany and Switzerland, among others, will  

report on their needs, forms of resistance, strategies of networking  

and possibilities of preservation. We want to talk about traps and  

gaps in the current wave of solidarity with Ukraine, contribute to the  

visibility of the work of Ukrainian colleagues, and promote global and  

local networking of museums and their partners in times of war.


Speakers:

Rosa-Lena Bösl, ICOM Germany, Network Cultural Property Protection Ukraine

Vasyl Dunets, Junior Academy of Sciences and Centre of Interactive  

Museum Science, Kyїv

Robert Firmhofer, Copernicus Science Center, Warsaw

Yulia Fisch, House of Electronic Arts, Basel and Centre Pompidou, Paris

Oksana Karpovets, Zimmerli Art Museum, New Brunswick, New Jersey

Eugeny Kotlyar, Memorial to the Victims of the Holocaust in Drobitsky  

Yar, Kharkiv

Tanja Sokolnykova, kolo, shelter and support program at Tepla Gora eco centre


Moderators:

Alina Gromova, ICOM COMCOL, Foundation New Synagogue Berlin – Centrum Judaicum

Anna Leshchenko, University of Tübingen

Sandra Vacca, ICOM COMCOL


The event will be held in English. If necessary, individual  

contributions to the discussion may also be made in German, Ukrainian  

or Russian. We will make every effort to provide translation.


Please register here:

https://uni-wuerzburg.zoom.us/meeting/register/u5Uvf-yrrTMjGteMupDs0dQ2YkvdrC8QnASD


Further information on the event series Making Museums Matter:

https://comcol.mini.icom.museum/comcol-germany/series-of-online-discussions-making-museums-matter/

22.5.2022

Museumsanalyse - Ausstellungskritik. Einladung

2021 hat sich unter dem Namen „museumdenken“ ein Netzwerk von Museumsmitarbeiter*innen und Museolog*innen zusammengefunden um über die Zukunft der Institution Museum nachzudenken und sich regelmäßig auszutauschen. Als Medium dient uns die Web-Plattfom www.museumdenken.eu aber auch Veranstaltungsformate, die wie experimentell erproben wollen.

Unsere nächste Veranstaltung hat zum Ziel, das Museum als Medium der gesellschaftlichen Selbstreflexion öffentlichkeitswirksam zu diskutieren. Es ist unser erster Versuch, einige theoretische Vorannahmen und Beobachtungen zur Entwicklung von Museen in der Praxis anzuwenden und zu erproben. Der Schwerpunkt liegt auf Ausstellungskritik und ihrem „Unterbau“, einer methodisch kontrollierten Ausstellungsanalyse.

Dabei steht die in der Corona-Krise sichtbar gewordene, aber nicht allein von ihr ausgelöste Fragwürdigkeit der gesellschaftlichen Aufgaben der Institution Museum im Fokus: Wir haben diese Krise mit Fragen wie der nach der demokratischen Qualität von Museen, der Erzählbarkeit und Repräsentation von Geschichte in Museen und Ausstellungen für das „Begehen“ von Ausstellungen strukturiert.

In dieser Diskussion spielt auch die Frage nach der Rolle und Verantwortung der Geschichtswissenschaften eine Rolle. Einerseits als ethische Frage (nach der Verantwortung der„Historiker-Zunft“ für die Geschichtskultur), andererseits als Frage nach der Kompetenz der textorientierten Wissenschaft für ein explizit visuelles und gegenständliches Medium, sowie auch nach Wechselwirkungen von aktueller Entwicklung des Fachs und Rezeption dieser Entwicklung an Museen und für Ausstellungen.

Es wird „Besuche“ in Gruppen in einer Reihe von Museen und Ausstellungen geben, deren methodische Gestaltung den jeweiligen Teilnehmerinnen freisteht. Im Anschluss soll gemeinsam über die Erfahrungen berichtet und diskutiert werden.

Museumsanalyse - Ausstellungskritik

Programm 

Freitag, 3. Juni 2022

Ort: Volkskundemuseum, Wien

17:30 Hanno Loewy (Jüdisches Museum Hohenems), Matthias Beitl (Volkskundemuseum, Wien)

Begrüßung

17:45 – 18:30 Roswitha Muttenthaler: Was kann und soll Ausstellungsanalyse und -kritik?

 

kurze Pause

19:00 Was will man von Ausstellungen als gesellschaftlicher Diskursform? Warum werden Ausstellungen nicht in ihrer einzigartigen Medialität wahrgenommen?

Diskussionsrunde mit Stefan Weiss, (Der Standard). Barbara Staudinger, (design. Direktorin Jüdisches Museum der Stadt Wien). Nora Sternfeld, (Professorin für Kunstpädagogik an der HFBK Hamburg. Schnittpunkt).Herbert Posch (Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien), Luisa Ziaja,(Kuratorin für zeitgenössische Kunst Belvedere und Schnittpunkt) Moderation: Felicitas-Heimann Jelinek und Hanno Loewy

Ende gegen 21 Uhr

Samstag, 4. Juni 2022

Ort: Volkskundemuseum, Wien;

9:30  - 11:30 Uhr Uhr

Roswitha Muttenthaler arbeitet mit der Gruppe in der Ausstellung „Die Küsten Österreichs“ im Volkskundemuseum an Praktiken derAusstellungsanalyse und -kritik

11:30 – 12:30 Mittagspause

12:30 Uhr

-        Besuch in unterschiedlichen Museen und Ausstellungen

17:00 Uhr

-       Feedback-Runde zum Museumsbesuch.„Wozu und wie Ausstellungskritik?“ – gemeinsames Brainstorming für thematischeZusammenfassung und Theoretisierung

Ende gegen 20 Uhr

Sonntag, 5. Juni

Ort: Heeresgeschichtliches Museum,Wien

10:00 Uhr

-      Heeresgeschichtliches Museum.Begehung mit Felicitas Heimann-Jelinek. Treffpunkt im Kassenbereich des Museums

Mittagspause

13:00 -

-       Elena Messner, #hgmneudenken und System Kollektive, Daniela Weiss / Litto und Jascha Ehrenreich. Begehung des Areals um das Heeresgeschichtliche Museum - virtuell wie auch live als PublicHearing

Eine Anmeldung unter der Mailadresse info@museumdenken.eu ist notwendig

Information zum Netzwerk museumdenken finden sich unter www.museumdenken.eu

Die Veranstaltung wird durch das Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport gefördert

 

 

 

 

 

18.5.2022

Heeresgeschichtliches Museum im Umbruch. HGM neu gestalten – aber wie?

Eine Veranstaltung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Institut fürKulturwissenschaften und Theatergeschichte, in Kooperation mit der UniversitätInnsbruck, Institut für Zeitgeschichte

 

Zeit:2. Juni, 14:00 – 18:00 Uhr

Ort: Österreichische Akademie der Wissenschaften, Hollandstraße 11-13,
1020 Wien


Die öffentliche Debatte über das Heeresgeschichtliche Museum (HGM) in Wien reißt nicht ab. Der vom Ringstraßen-Architekten Theophil Hansen geplante Prachtbau wurde 1869 als k.k. Hofwaffenmuseum eröffnet. Bis heute schließt das HGM sowohl architektonisch als auch inhaltlich bruchlos an das Erbe der Monarchie an. Seit zwei Jahren wird die Ausrichtung des Hauses öffentlich diskutiert, nicht zum ersten Mal, jedoch weitaus intensiver als zuvor. Eine umfassendeNeupositionierung steht an. Aber wie soll das „HGM neu“ gestaltet sein? Und welche gesellschaftlichen und wissenschaftlichen AkteurInnen sollen an derNeugestaltung beteiligt werden?

 

Die Veranstaltung findet in Form von zweiPodiumsdiskussion statt.

 

14.00

 

Begrüßung

Ljiljana Radonić

 

Einleitungsstatement

Elena Messner, Peter Pirker

 

14:15 – 15:45 Panel 1

 

Wie soll sich das HGM neu positionieren? WelcheRolle kann es in Zukunft in der zeitgeschichtlichen Museumslandschaft inÖsterreich und Europa einnehmen? Welche gesellschaftlichen und wissenschaftlichen AkteurInnensollen daran beteiligt werden?

 

Moderation: Elena Messner(Kulturwissenschaftlerin und Schriftstellerin)

 

Es diskutieren:

 

Wolfgang Müller, Stv. Leiter des Instituts fürOsteuropäische Geschichte der Universität Wien; Vorsitzender desMilitärhistorischen Beirates der Wissenschaftskommission beim Bundesministeriumfür Landesverteidigung

 

Ljiljana Radonić, Leiterin des ERC-Projekts„Globalized Memorial Museums“, Vize-Direktorin des Instituts fürKulturwissenschaften und Theatergeschichte, Österreichische Akademie derWissenschaften

 

Dieter A. Binder, Historiker, Andrássy Universität Budapest, Vorsitzender der MilitärhistorischenDenkmalkommission beim Bundesministerium für Landesverteidigung

 

Judith Götz, Politische Bildung am Zentrum fürLehrerInnenbildung der Universität Wien

 

Monika Sommer, Direktorin des Hauses derGeschichte Österreich

 

 

 

15:45 – 16:15

Pause

 

16:15 – 17:45 Panel 2

 

Wie kann der Reformprozess „HGM neu“ gestaltet werden? WelcheKompetenzen sind nötig, um eine funktionierende Sammlungsverwaltung und dieGestaltung von Ausstellungen samt Vermittlung zu gewährleisten? Was ist für dasHaus an Know-How und Ressourcen unabdingbar? Welche Organisationsformen sinddenkbar?

 

Moderation: Peter Melichar (Vorarlberg Museum)

 

Es diskutieren:

 

Wolfgang Muchitsch, Vorsitzender des wissenschaftlichenBeirats des Heeresgeschichtlichen Museums, Präsident des MuseumsbundesÖsterreich

 

Roswitha Muttenthaler, Museologin, war Kustodinam Technischen Museum und Dozentin an der zhdk Zürich und der UniversitätOldenburg

 

Peter Pirker, Universität Innsbruck, Institut fürZeitgeschichte, Projekt "Deserteure der Wehrmacht"

 

Christian Stadelmann, Technisches Museum Wien

17.5.2022

Museumsanalyse - Ausstellungskritik. Eine Veranstaltung von museumdenken vom 3. bis 5. Juni 2022

Hohenems 24.04.2022

Save the date!

Einladung zur Veranstaltung Museumsanalyse - Ausstellungskritik
Volkskundemuseum Wien 3. bis 5. Juni 2022

Liebe Freundinnen und Freunde,

liebe Kolleginnen und Kollegen!


2021 hat sich unter dem Namen „museumdenken“ ein Netzwerk von Museumsmitarbeiter*innen und Museolog*innen zusammengefunden um über die Zukunft der Institution Museum nachzudenken und sich regelmäßig auszutauschen. Als Medium dient uns die Web-Plattfom www.museumdenken.eu aber auch Veranstaltungsformate, die wie experimentell erproben wollen.

Unsere nächste Veranstaltung hat zum Ziel, das Museum als Medium der gesellschaftlichen Selbstreflexion öffentlichkeitswirksam zu diskutieren. Es ist unser erster Versuch, einige theoretische Vorannahmen und Beobachtungen zur Entwicklung von Museen in der Praxis anzuwenden und zu erproben. Der Schwerpunkt liegt auf Ausstellungskritik und ihrem „Unterbau“, einer methodisch kontrollierten Ausstellungsanalyse.


Dabei steht die in der Corona-Krise sichtbar gewordene, aber nicht allein von ihr ausgelöste Fragwürdigkeit der gesellschaftlichen Aufgaben der Institution Museum im Fokus: Wir haben diese Krise mit Fragen wie der nach der demokratischen Qualität von Museen, der Erzählbarkeit und Repräsentation von Geschichte in Museen und Ausstellungen für das „Begehen“ von Ausstellungen strukturiert.


In dieser Diskussion spielt auch die Frage nach der Rolle und Verantwortung der Geschichtswissenschaften eine Rolle. Einerseits als ethische Frage (nach der Verantwortung der „Historiker-Zunft“ für die Geschichtskultur), andererseits als Frage nach der Kompetenz der textorientierten Wissenschaft für ein explizit visuelles und gegenständliches Medium, sowie auch nach Wechselwirkungen von aktueller Entwicklung des Fachs und Rezeption dieser Entwicklung an Museen und für Ausstellungen.


Es wird „Besuche“ in Gruppen in einer Reihe von Museen und Ausstellungen geben, deren methodische Gestaltung den jeweiligen Teilnehmerinnen freisteht. Im Anschluss soll gemeinsam über die Erfahrungen berichtet und diskutiert werden. U.u. gibt es eine schriftliche/bildliche Dokumentation, ein Essay, ein Protokoll etc.

Mit herzlichen Grüßen

Hanno Loewy     Anika Reichwald     Gottfried Fliedl

Anmeldungen und Anfragen bitte unter dieser Mailadresse: info@museumdenken.eu

 

Museumsanalyse - Ausstellungskritik

Programm 

Freitag, 3. Juni 2022

Ort: Volkskundemuseum, Wien

Abendveranstaltung:

18:00Vortrag/Keynote

18:30Diskussionsrunde mit JournalistInnen und ExpertInnen

Samstag, 4. Juni 2022

Ort: Volkskundemuseum, Wien;

verschiedene Museen und Ausstellungsorte

9:30 Uhr

-        EinführungRoswitha Muttenthaler: „Was kann und soll Museums- und Ausstellungskritik“?

-        Gruppenbildung.Zusage zur Moderation von Gruppen gibt es bislang von Regina Wonisch, FelicitasHeimann-Jelinek (Heeresgeschichtliches Museum)

Mittagspause

13:30 Uhr

-        Besuch inunterschiedlichen Museen und Ausstellungen

17:30 Uhr

-        Feedback-Rundezum Museumsbesuch

Sonntag, 5. Juni

Ort: Volkskundemuseum, Wien

9:30 Uhr

-        „Wozu Ausstellungskritik?“– gemeinsames Brainstorming für thematische Zusammenfassung und Theoretisierung

Informeller Ausklang mit Mittagessen

Liste der Museen undAusstellungen

Ausdiesen Vorschlägen wird zu Beginn der Veranstaltung am 4.6. eine Auswahlgetroffen und Gruppen gebildet

 

1a Haus der Geschichte Österreich. Dauerausstellung

Hitlerentsorgen. Vom Keller ins Museum. Ausstellung im Haus der Geschichte Österreich(bis Okt.22)

Wastun mit den Überbleibseln des Nationalsozialismus? Gehören sie in ein Museum?Sollten sie entsorgt werden? Ist es vertretbar, sie am Flohmarkt oder imInternet zu verkaufen? Was ist Erinnerung, was Verklärung und was garWiederbetätigung?

Wien.Neue Burg. Heldenplatz

https://www.hdgoe.at/

Dienstag–Sonntag:10.00–18.00 Uhr Donnerstag: 10.00–21.00 Uhr 

1b Haus der Geschichte Österreich. DigitalesSchwerpunktthema: Das Wiener Modell der Radikalisierung: Österreich und dieShoa

2 Heeresgeschichtliches Museum. Dauerausstellung

Arsenal1, 1030 Wien

https://www.hgm.at/

Täglichvon 9 bis 17 Uhr

3a Volkskundemuseum. Die Küsten Österreichs. Die neueSchausammlung des Volkskundemuseums

ÜberarbeiteteDauerausstellungen sind in den ethnologischen Museen Europas zurzeit ein Muss.Im Museum in der Laudongasse hat eine Gruppe von externen Kurator*innen – alleim Asylverfahren – nicht nur ein Update der bestehenden Sammlung gemacht,sondern auch einen neuen Objektbestand eingearbeitet. Wie fügen sich Objekte,die von Flucht und Ankommen erzählen, in die Schausammlung ein?

3b Volkskundemuseum. Jetzt im Recht! Wege zurGleichbehandlung

Webseite:„Alle Menschen sind gleich! Das bedeutet aber leider nicht, dass alle Menschenim Alltagsleben gleich behandelt werden. Für die Ausstellung Jetzt im Recht!zeigen die Kurator:innen Akten und Dokumente unterschiedlicher Fälle, führenInterviews mit Anwält:innen, Aktivist:innen und Betroffenen und versuchen ausunterschiedlichsten Perspektiven auf jene Momente zu blicken, in denenDiskriminierung passiert und Gleichbehandlung erkämpft wird.Ziel derAusstellung ist dabei nicht so sehr eine Dokumentation des bisher Erreichten,sondern vielmehr die Vermittlung eines komplexen, emotionalen Themas und dasVerständnis für die Lebenswelt derer, die aufgrund ihrer Hautfarbe, ihresGeschlechts, ihrer sexuellen Orientierung, ihres Alters, ihrer Religion oderihrer kulturellen Zugehörigkeit Herabwürdigung erfahren.

https://www.volkskundemuseum.at/gleichbehandlung

3c Volkskundemuseum. Honeymoon in Hennyland

qmv x vkm x susie flowers

Webseite:„In der Ausstellung „Honeymoon in Hennyland“, will die Kuratorin Susie Flowersverschiedene Künstler*innen, aus den Bereichen Performance und/oder bildendeKunst zusammenbringen.

Inder Ausstellung Honeymoon in Hennyland, bringt die Kuratorin Susie Flowersverschiedene Künstler*innen aus den Bereichen Performance und bildende Kunst zusammen.Der Ausstellungstitel setzt sich aus dem Wort "hen" zusammen, ein inSchweden verwendetes Personalpronomen für nicht-binäre Menschen. Hennyland wärealso die queere Utopie, wo Gender längst vorbei ist. "Honeymoon"steht für einen möglichen kollektiven Honeymoon, eine intime und romantischeErfahrung, die man jedoch auch mit sich selbst, mit anderen Menschen und mitdem eigenen Körper machen kann. Der Fokus der Ausstellung liegt also aufqueeren Identitäten und Körpern in einer heteronormativen Welt. Das Ziel istes, aufzuzeigen wie die Künstler_innen mit ihren nicht-binären Körpern in Wien(und anderswo in Österreich) ihre queere Identität leben und ihren Körper inihre Kunst einbringen, der Körper als Werkzeug für ihre Kunst fungiert. DieArbeiten von LEVI Pritz, jiachen xu, Berivan Sayici, Ari Ban, Luis JavierMurillo Zuniga, Ingrid Dorfinger, Haus of Rausch, ContextCocktail und anderenwerden in den Raum gestellt und so soll eine Utopie einer queeren Weltgeschaffen werden, in der jedes Henny willkommen ist und Queerness ohneBeurteilungen von Außen stattfinden kann. Ziel ist es ebenso, zu zeigen, wieKörper und Queerness in der Kunst ein Zusammenspiel finden und außerdemaufzuzeigen, welche unterschiedlichen queerfeministischen Lebensstile im heutigenWien möglich sind und in den künstlerischen Arbeiten zum Vorschein kommen.

https://www.volkskundemuseum.at/ausstellung_susieflowers

Laudongasse15-19 
1080 Wien

https://www.volkskundemuseum.at/

Dibis So, 10.00 bis 17.00 Uhr
Do, 10.00 bis 20.00 Uhr

4 Das rote Wien im Waschsalon 

Politikund Kulturpolitik des „Roten Wien“. Webseite: „Das „Neue Wien“ der 1920er undfrühen 1930er Jahre war ein einzigartiges gesellschaftspolitisches Experiment,das sämtliche Lebensbereiche der Menschen umfasste – von der Sozial- undGesundheitspolitik über das Bildungswesen bis zum sozialen Wohnbau.“  

Halteraugasse7
1190 Wien

Karl-Marx-Hof

http://dasrotewien-waschsalon.at/dauerausstellung/

5a Technisches Museum. Frauengalerie

Webseite:„Die „Frauengalerie“ widmet sich einer von Frauen maßgeblich gestaltetenTechnikgeschichte: Sie forschen, entwickeln und erfinden seit jeher. Biografienleiten den Ausstellungsrundgang mit insgesamt 14 Stationen, der sich auch mitFragen der Arbeit und (Aus-)Bildung beschäftigt.“

https://www.technischesmuseum.at/ausstellung/geliebt__gelobt__unerwuenscht

5b Technisches Museum. Geliebt – gelobt – unerwünscht.Haushaltsdinge zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Hierkommen Nutzer_innen von Haushaltsgeräten zu Wort. Sie geben Einblick in ihreErinnerungen zu geliebten Wegbegleitern, aber auch unerwünschten Geschenken undenttäuschten Versprechen.

https://www.technischesmuseum.at/ausstellung/frauengalerie

MariahilferStraße 212
1140 Wien

6 Weltmuseum

Hinterdem Namenswechsel vom Völkerkundemuseum zum Weltmuseum vollzog sicheintiefgreifender Wandel des Museums. Erstmals wurden historische, politischeund wissenschaftsgeschichtliche Themenbereiche einbezogen und damit die Rolleeines ethnologischen Museums selbstreflexiv thematisiert, einschließlich desThemas Kolonialismus. Wegen der Größe des Museums und seiner Sammlungsausstellungenwäre die Beschränkung auf diese einschlägigen Abteilungen sinnvoll.

Heldenplatz,1010 Wien

https://www.weltmuseumwien.at/ausstellungen/

7 Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands.Dauerausstellung

AltesRathaus

Wipplingerstraße6 – 8

1010Wien

https://www.doew.at/erkennen/ausstellung/dauerausstellung

Öffnungszeiten:Montag bis Mittwoch, Freitag (werktags) 9.00 bis 17.00 Uhr, Donnerstag(werktags) 9.00 bis 19.00 Uhr

8 Kunstsammlungen der Akademie der Bildenden Künste Wien.„Das entwendete Meisterwerk. Bilder als Zeitmaschinen“

Webseite:„Die Ausstellung „Das entwendete Meisterwerk. Bilder als Zeitmaschinen“ stelltder gängigen Praxis der Schausammlung ein Modell gegenüber, das diehistorischen Kunstsammlungen der Akademie – Gemäldegalerie, Kupferstichkabinettund Glyptothek – mit zeitgenössischen Werken in Konversation treten lässt. DieAusstellung schöpft aus dem Reichtum der drei Sammlungen und greift dabei nureine Auswahl der vielen möglichen Bildprogramme, Typologien und allegorischenFormeln heraus, um sie mit anderen Werken aus anderen Zeiten lose zu verweben.

AufUmwegen unternimmt die Ausstellung einen Parcours durch die Kunstgeschichteseit dem 15. Jahrhundert bis heute, wie sie sich in den Kunstsammlungen derAkademie der bildenden Künste abbildet. Dabei beschäftigt sie sich mit denBildtheorien des 17. Jahrhunderts, wie jener von Samuel van Hoogstraten,genauso wie mit medientheoretischen Überlegungen der Gegenwart als Folge vontechnologischem Wandel und dessen Niederschlag in der Generierung von Bildern –nämlich der Frage, was das Bild als Medium leisten kann und soll.

Typologien,fluide Übergänge von Subjektkonstitutionen werden auf einer Bühne vollerüberraschender Übereinstimmungen und radikaler Gegenüberstellungen im Sinneeines Sehens in „Familienähnlichkeiten“ und Korrespondenzen sowie Verbindungenbei aller historischen Konditionierung zur Anschauung und Diskussion gestellt.“

Rezensionvon Katharina Rustler in Der Standard: https://www.derstandard.at/story/2000134766388/ab-in-die-zeitmaschine-neue-schau-in-der-gemaeldegalerie-am

Schillerplatz 
1010 Wien, Schillerplatz 3

täglichaußer Montag 
10.00–18.00 Uhr

Die widerständigen Musen. KunsthalleWien

Webseite:„Widerständige Musen. Delphine Seyrig und die feministischen Videokollektive imFrankreich der 1970er- und 1980er-Jahre erforscht die Überschneidung zwischenden Geschichten des Kinos, des Videos und des Feminismus: Die Ausstellungbeleuchtet ein Netzwerk kreativer und politischer Akteurinnen rund um dieSchauspielerin, Videomacherin und Aktivistin Delphine Seyrig und entwirft soeine Geschichte des Feminismus als Mediengeschichte.“

https://kunsthallewien.at/ausstellung/widerstaendige-musen-delphine-seyrig-und-die-feministischen-videokollektive-im-frankreich-der-1970er-und-1980er-jahre/

Rezensionin Der Standard: https://www.derstandard.at/story/2000134747480/frankreich-1970-feministische-filmkollektive-in-der-kunsthalle-wien?ref=perlentaucher

Museumsplatz1, 1070 Wien

Dienstag– Sonntag 11–19 Uhr
Donnerstag 11–21 Uhr

 

 

 

Liste der Museen und Ausstellungen

Aus diesen Vorschlägen wird zu Beginn der Veranstaltung am 4.6. eine Auswahl getroffen und Gruppen gebildet

1a Haus der Geschichte Österreich. Dauerausstellung

Hitler entsorgen. Vom Keller ins Museum. Ausstellung im Haus der Geschichte Österreich (bis Okt.22)

Was tun mit den Überbleibseln des Nationalsozialismus? Gehören sie in ein Museum? Sollten sie entsorgt werden? Ist es vertretbar, sie am Flohmarkt oder im Internet zu verkaufen? Was ist Erinnerung, was Verklärung und was gar Wiederbetätigung?

Wien. Neue Burg. Heldenplatz

https://www.hdgoe.at/

Dienstag–Sonntag: 10.00–18.00 Uhr Donnerstag: 10.00–21.00 Uhr

1b Haus der Geschichte Österreich. Digitales Schwerpunktthema: Das Wiener Modell der Radikalisierung: Österreich und die Shoa

2 Heeresgeschichtliches Museum. Dauerausstellung

Arsenal 1, 1030 Wien

https://www.hgm.at/

Täglich von 9 bis 17 Uhr

3a Volkskundemuseum. Die Küsten Österreichs. Die neue Schausammlung des Volkskundemuseums

Überarbeitete Dauerausstellungen sind in den ethnologischen Museen Europas zurzeit ein Muss. Im Museum in der Laudongasse hat eine Gruppe von externen Kurator*innen – alle im Asylverfahren – nicht nur ein Update der bestehenden Sammlung gemacht, sondern auch einen neuen Objektbestand eingearbeitet. Wie fügen sich Objekte, die von Flucht und Ankommen erzählen, in die Schausammlung ein?

3b Volkskundemuseum. Jetzt im Recht! Wege zur Gleichbehandlung

Webseite: „Alle Menschen sind gleich! Das bedeutet aber leider nicht, dass alle Menschen im Alltagsleben gleich behandelt werden. Für die Ausstellung Jetzt im Recht! zeigen die Kurator:innen Akten und Dokumente unterschiedlicher Fälle, führen Interviews mit Anwält:innen, Aktivist:innen und Betroffenen und versuchen aus unterschiedlichsten Perspektiven auf jene Momente zu blicken, in denen Diskriminierung passiert und Gleichbehandlung erkämpft wird.Ziel der Ausstellung ist dabei nicht so sehr eine Dokumentation des bisher Erreichten, sondern vielmehr die Vermittlung eines komplexen, emotionalen Themas und das Verständnis für die Lebenswelt derer, die aufgrund ihrer Hautfarbe, ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Orientierung, ihres Alters, ihrer Religion oder ihrer kulturellen Zugehörigkeit Herabwürdigung erfahren.

https://www.volkskundemuseum.at/gleichbehandlung

3c Volkskundemuseum. Honeymoon in Hennyland

qmv x vkm x susie flowers

Webseite: „In der Ausstellung „Honeymoon in Hennyland“, will die Kuratorin Susie Flowers verschiedene Künstler*innen, aus den Bereichen Performance und/oder bildende Kunst zusammenbringen.

In der Ausstellung Honeymoon in Hennyland, bringt die Kuratorin Susie Flowers verschiedene Künstler*innen aus den Bereichen Performance und bildende Kunst zusammen. Der Ausstellungstitel setzt sich aus dem Wort "hen" zusammen, ein in Schweden verwendetes Personalpronomen für nicht-binäre Menschen. Hennyland wäre also die queere Utopie, wo Gender längst vorbei ist. "Honeymoon" steht für einen möglichen kollektiven Honeymoon, eine intime und romantische Erfahrung, die man jedoch auch mit sich selbst, mit anderen Menschen und mit dem eigenen Körper machen kann. Der Fokus der Ausstellung liegt also auf queeren Identitäten und Körpern in einer heteronormativen Welt. Das Ziel ist es, aufzuzeigen wie die Künstler_innen mit ihren nicht-binären Körpern in Wien (und anderswo in Österreich) ihre queere Identität leben und ihren Körper in ihre Kunst einbringen, der Körper als Werkzeug für ihre Kunst fungiert. Die Arbeiten von LEVI Pritz, jiachen xu, Berivan Sayici, Ari Ban, Luis Javier Murillo Zuniga, Ingrid Dorfinger, Haus of Rausch, ContextCocktail und anderen werden in den Raum gestellt und so soll eine Utopie einer queeren Welt geschaffen werden, in der jedes Henny willkommen ist und Queerness ohne Beurteilungen von Außen stattfinden kann. Ziel ist es ebenso, zu zeigen, wie Körper und Queerness in der Kunst ein Zusammenspiel finden und außerdem aufzuzeigen, welche unterschiedlichen queerfeministischen Lebensstile im heutigen Wien möglich sind und in den künstlerischen Arbeiten zum Vorschein kommen.

https://www.volkskundemuseum.at/ausstellung_susieflowers

Laudongasse 15-19

1080 Wien

https://www.volkskundemuseum.at/

Di bis So, 10.00 bis 17.00 Uhr

Do, 10.00 bis 20.00 Uhr

4 Das rote Wien im Waschsalon

Politik und Kulturpolitik des „Roten Wien“. Webseite: „Das „Neue Wien“ der 1920er und frühen 1930er Jahre war ein einzigartiges gesellschaftspolitisches Experiment, das sämtliche Lebensbereiche der Menschen umfasste – von der Sozial- und Gesundheitspolitik über das Bildungswesen bis zum sozialen Wohnbau.“  

Halteraugasse 7

1190 Wien

Karl-Marx-Hof

http://dasrotewien-waschsalon.at/dauerausstellung/

5a Technisches Museum. Frauengalerie

Webseite: „Die „Frauengalerie“ widmet sich einer von Frauen maßgeblich gestalteten Technikgeschichte: Sie forschen, entwickeln und erfinden seit jeher. Biografien leiten den Ausstellungsrundgang mit insgesamt 14 Stationen, der sich auch mit Fragen der Arbeit und (Aus-)Bildung beschäftigt.“

https://www.technischesmuseum.at/ausstellung/geliebt__gelobt__unerwuenscht

5b Technisches Museum. Geliebt – gelobt – unerwünscht. Haushaltsdinge zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Hier kommen Nutzer_innen von Haushaltsgeräten zu Wort. Sie geben Einblick in ihre Erinnerungen zu geliebten Wegbegleitern, aber auch unerwünschten Geschenken und enttäuschten Versprechen.

https://www.technischesmuseum.at/ausstellung/frauengalerie

Mariahilfer Straße 212

1140 Wien

6 Weltmuseum

Hinter dem Namenswechsel vom Völkerkundemuseum zum Weltmuseum vollzog sich eintiefgreifender Wandel des Museums. Erstmals wurden historische, politische und wissenschaftsgeschichtliche Themenbereiche einbezogen und damit die Rolle eines ethnologischen Museums selbstreflexiv thematisiert, einschließlich des Themas Kolonialismus. Wegen der Größe des Museums und seiner Sammlungsausstellungen wäre die Beschränkung auf diese einschlägigen Abteilungen sinnvoll.

Heldenplatz, 1010 Wien

https://www.weltmuseumwien.at/ausstellungen/

7 Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands. Dauerausstellung

Altes Rathaus

Wipplingerstraße 6 – 8

1010 Wien

https://www.doew.at/erkennen/ausstellung/dauerausstellung

Öffnungszeiten: Montag bis Mittwoch, Freitag (werktags) 9.00 bis 17.00 Uhr, Donnerstag (werktags) 9.00 bis 19.00 Uhr

8 Kunstsammlungen der Akademie der Bildenden Künste Wien. „Das entwendete Meisterwerk. Bilder als Zeitmaschinen“

Webseite: „Die Ausstellung „Das entwendete Meisterwerk. Bilder als Zeitmaschinen“ stellt der gängigen Praxis der Schausammlung ein Modell gegenüber, das die historischen Kunstsammlungen der Akademie – Gemäldegalerie, Kupferstichkabinett und Glyptothek – mit zeitgenössischen Werken in Konversation treten lässt. Die Ausstellung schöpft aus dem Reichtum der drei Sammlungen und greift dabei nur eine Auswahl der vielen möglichen Bildprogramme, Typologien und allegorischen Formeln heraus, um sie mit anderen Werken aus anderen Zeiten lose zu verweben.

Auf Umwegen unternimmt die Ausstellung einen Parcours durch die Kunstgeschichte seit dem 15. Jahrhundert bis heute, wie sie sich in den Kunstsammlungen der Akademie der bildenden Künste abbildet. Dabei beschäftigt sie sich mit den Bildtheorien des 17. Jahrhunderts, wie jener von Samuel van Hoogstraten, genauso wie mit medientheoretischen Überlegungen der Gegenwart als Folge von technologischem Wandel und dessen Niederschlag in der Generierung von Bildern – nämlich der Frage, was das Bild als Medium leisten kann und soll.

Typologien, fluide Übergänge von Subjektkonstitutionen werden auf einer Bühne voller überraschender Übereinstimmungen und radikaler Gegenüberstellungen im Sinne eines Sehens in „Familienähnlichkeiten“ und Korrespondenzen sowie Verbindungen bei aller historischen Konditionierung zur Anschauung und Diskussion gestellt.“

Rezension von Katharina Rustler in Der Standard: https://www.derstandard.at/story/2000134766388/ab-in-die-zeitmaschine-neue-schau-in-der-gemaeldegalerie-am

Schillerplatz

1010 Wien, Schillerplatz 3

täglich außer Montag

10.00–18.00 Uhr

9 Die widerständigen Musen. Kunsthalle Wien

Webseite: „Widerständige Musen. Delphine Seyrig und die feministischen Videokollektive im Frankreich der 1970er- und 1980er-Jahre erforscht die Überschneidung zwischen den Geschichten des Kinos, des Videos und des Feminismus: Die Ausstellung beleuchtet ein Netzwerk kreativer und politischer Akteurinnen rund um die Schauspielerin, Videomacherin und Aktivistin Delphine Seyrig und entwirft so eine Geschichte des Feminismus als Mediengeschichte.“

https://kunsthallewien.at/ausstellung/widerstaendige-musen-delphine-seyrig-und-die-feministischen-videokollektive-im-frankreich-der-1970er-und-1980er-jahre/

Rezension in Der Standard: https://www.derstandard.at/story/2000134747480/frankreich-1970-feministische-filmkollektive-in-der-kunsthalle-wien?ref=perlentaucher

Museumsplatz 1, 1070 Wien

Dienstag – Sonntag 11–19 Uhr

Donnerstag 11–21 Uhr

24.4.2022

Ausstellungsinstitutionen als kritische Instanz / Exhibiting Institutions as Critical Authority

Tagung / Konferenz / Symposium

27.05.2022, 10:00 – 12:00

Toni-Areal, Raum 4.T09, Ebene 4, Pfingstweidstrasse 96, Zürich

Aktuelle Diskurse Ausstellen und Vermitteln /
Current Discourses on Exhibiting and Museum Education:


Museum und Ausstellung als gesellschaftlicher Raum – Praxen, Positionen, Perspektiven /
Museums and Exhibitions as Social Spaces – Practices, Positions, Perspectives


Master of Arts in Art Education Curatorial Studies
Konzeption und Moderation / conceptualized and moderated by
Sønke Gau, Angeli Sachs, Thomas Sieber

Das Seminar/die Konferenz möchte gemeinsam mit internationalen Gästen Praxen, Positionen und Perspektiven von «Museum und Ausstellung als gesellschaftlicher Raum» befragen. Nach einer Einführungsveranstaltung geschieht dies entlang der thematischen Schwerpunkte «Museen und Ausstellungen als Kontakt- und Konfliktzonen», «Künstlerische und kuratorische Praxis als politische Intervention» sowie «Ausstellungsinstitutionen als kritische Instanz». Zur Diskussion gestellt wird, inwiefern Museen, Ausstellungsinstitutionen und Ausstellungen als Möglichkeitsräume für demokratische Aushandlungsprozesse fungieren könnten.
/
The seminar with international guests examine practices, positions and perspectives of “museums and exhibitions as social spaces.” After an introductory event, this will take place along the thematic focuses “Museums and Exhibitions as Contact and Conflict Zones,” “Artistic and Curatorial Practice as Political Intervention” and “Exhibiting Institutions as Critical Authority.” The extent to which museums, exhibiting institutions and exhibitions can function as possibility spaces for democratic negotiation processes will be put up for debate.

Mit / with: Kathleen Bühler, Binna Choi, Clémentine Deliss, Forensic Architecture, Anna Greve, Maria Lind, Léontine Meijer-van Mensch, Bonaventure Ndikung, RELAX (chiarenza & hauser & co), Ismahan Wayah, u.a. / a.o.

Anmeldung / Registration
Die Tagung ist eine öffentliche Veranstaltung und kostet keinen Eintritt. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung per Mail erforderlich. Die Vorträge werden in englischer und deutscher Sprache gehalten und finden im Toni-Areal in Zürich statt.
/
The conference is free and open to public. Participants are required to register by mail to Bruno Heller, bruno.heller@zhdk.ch
The lectures will be held in English and German and take place at ZHdK Campus, Toni-Areal, Zürich.

Informationen zum Programm finden Sie hier.

24.4.2022

Künstlerische und kuratorische Praxis als politische Intervention / Artistic and Curatorial Practice as Political Intervention

Tagung / Konferenz / Symposium

20.05.2022, 10:00 – 17:00

Toni-Areal, Raum 4.T09, Ebene 4, Pfingstweidstrasse 96, Zürich

Aktuelle Diskurse Ausstellen und Vermitteln /
Current Discourses on Exhibiting and Museum Education:


Museum und Ausstellung als gesellschaftlicher Raum – Praxen, Positionen, Perspektiven /
Museums and Exhibitions as Social Spaces – Practices, Positions, Perspectives


Master of Arts in Art Education Curatorial Studies
Konzeption und Moderation / conceptualized and moderated by
Sønke Gau, Angeli Sachs, Thomas Sieber

Das Seminar/die Konferenz möchte gemeinsam mit internationalen Gästen Praxen, Positionen und Perspektiven von «Museum und Ausstellung als gesellschaftlicher Raum» befragen. Nach einer Einführungsveranstaltung geschieht dies entlang der thematischen Schwerpunkte «Museen und Ausstellungen als Kontakt- und Konfliktzonen», «Künstlerische und kuratorische Praxis als politische Intervention» sowie «Ausstellungsinstitutionen als kritische Instanz». Zur Diskussion gestellt wird, inwiefern Museen, Ausstellungsinstitutionen und Ausstellungen als Möglichkeitsräume für demokratische Aushandlungsprozesse fungieren könnten.
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The seminar with international guests examine practices, positions and perspectives of “museums and exhibitions as social spaces.” After an introductory event, this will take place along the thematic focuses “Museums and Exhibitions as Contact and Conflict Zones,” “Artistic and Curatorial Practice as Political Intervention” and “Exhibiting Institutions as Critical Authority.” The extent to which museums, exhibiting institutions and exhibitions can function as possibility spaces for democratic negotiation processes will be put up for debate.

Mit / with: Kathleen Bühler, Binna Choi, Clémentine Deliss, Forensic Architecture, Anna Greve, Maria Lind, Léontine Meijer-van Mensch, Bonaventure Ndikung, RELAX (chiarenza & hauser & co), Ismahan Wayah, u.a. / a.o.

Anmeldung / Registration
Die Tagung ist eine öffentliche Veranstaltung und kostet keinen Eintritt. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung per Mail erforderlich. Die Vorträge werden in englischer und deutscher Sprache gehalten und finden im Toni-Areal in Zürich statt.
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The conference is free and open to public. Participants are required to register by mail to Bruno Heller, bruno.heller@zhdk.ch
The lectures will be held in English and German and take place at ZHdK Campus, Toni-Areal, Zürich.

Informationen zum Programm finden Sie hier.

24.4.2022

Museen und Ausstellungen als Kontakt- und Konfliktzonen / Museums and Exhibitions as Contact and Conflict Zones

Tagung / Konferenz / Symposium

13.05.2022, 10:00 – 17:00

Toni-Areal, Raum 4.T09, Ebene 4, Pfingstweidstrasse 96, Zürich

Aktuelle Diskurse Ausstellen und Vermitteln /
Current Discourses on Exhibiting and Museum Education:


Museum und Ausstellung als gesellschaftlicher Raum – Praxen, Positionen, Perspektiven /
Museums and Exhibitions as Social Spaces – Practices, Positions, Perspectives


Master of Arts in Art Education Curatorial Studies
Konzeption und Moderation / conceptualized and moderated by
Sønke Gau, Angeli Sachs, Thomas Sieber

Das Seminar/die Konferenz möchte gemeinsam mit internationalen Gästen Praxen, Positionen und Perspektiven von «Museum und Ausstellung als gesellschaftlicher Raum» befragen. Nach einer Einführungsveranstaltung geschieht dies entlang der thematischen Schwerpunkte «Museen und Ausstellungen als Kontakt- und Konfliktzonen», «Künstlerische und kuratorische Praxis als politische Intervention» sowie «Ausstellungsinstitutionen als kritische Instanz». Zur Diskussion gestellt wird, inwiefern Museen, Ausstellungsinstitutionen und Ausstellungen als Möglichkeitsräume für demokratische Aushandlungsprozesse fungieren könnten.
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The seminar with international guests examine practices, positions and perspectives of “museums and exhibitions as social spaces.” After an introductory event, this will take place along the thematic focuses “Museums and Exhibitions as Contact and Conflict Zones,” “Artistic and Curatorial Practice as Political Intervention” and “Exhibiting Institutions as Critical Authority.” The extent to which museums, exhibiting institutions and exhibitions can function as possibility spaces for democratic negotiation processes will be put up for debate.

Mit / with: Kathleen Bühler, Binna Choi, Clémentine Deliss, Forensic Architecture, Anna Greve, Maria Lind, Léontine Meijer-van Mensch, Bonaventure Ndikung, RELAX (chiarenza & hauser & co), Ismahan Wayah, u.a. / a.o.

Anmeldung / Registration
Die Tagung ist eine öffentliche Veranstaltung und kostet keinen Eintritt. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung per Mail erforderlich. Die Vorträge werden in englischer und deutscher Sprache gehalten und finden im Toni-Areal in Zürich statt.
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The conference is free and open to public. Participants are required to register by mail to Bruno Heller, bruno.heller@zhdk.ch
The lectures will be held in English and German and take place at ZHdK Campus, Toni-Areal, Zürich.

Informationen zum Programm finden Sie hier.

22.4.2022

Museum und Ausstellung als gesellschaftlicher Raum / Museums and exhibitions as social spaces

Tagung / Konferenz / Symposium

29.04.2022, 10:00 – 17:00

Toni-Areal, Kunstraum, Ebene 5, Pfingstweidstrasse 96, Zürich

Aktuelle Diskurse Ausstellen und Vermitteln /
Current Discourses on Exhibiting and Museum Education:


Museum und Ausstellung als gesellschaftlicher Raum – Praxen, Positionen, Perspektiven /
Museums and Exhibitions as Social Spaces – Practices, Positions, Perspectives


Master of Arts in Art Education Curatorial Studies
Konzeption und Moderation / conceptualized and moderated by
Sønke Gau, Angeli Sachs, Thomas Sieber

Das Seminar/die Konferenz möchte gemeinsam mit internationalen Gästen Praxen, Positionen und Perspektiven von «Museum und Ausstellung als gesellschaftlicher Raum» befragen. Nach einer Einführungsveranstaltung geschieht dies entlang der thematischen Schwerpunkte «Museen und Ausstellungen als Kontakt- und Konfliktzonen», «Künstlerische und kuratorische Praxis als politische Intervention» sowie «Ausstellungsinstitutionen als kritische Instanz». Zur Diskussion gestellt wird, inwiefern Museen, Ausstellungsinstitutionen und Ausstellungen als Möglichkeitsräume für demokratische Aushandlungsprozesse fungieren könnten.
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The seminar / the conference with international guests examine practices, positions and perspectives of “museums and exhibitions as social spaces.” After an introductory event, this will take place along the thematic focuses “Museums and Exhibitions as Contact and Conflict Zones,” “Artistic and Curatorial Practice as Political Intervention” and “Exhibiting Institutions as Critical Authority.” The extent to which museums, exhibiting institutions and exhibitions can function as possibility spaces for democratic negotiation processes will be put up for debate.

Mit / with: Kathleen Bühler, Binna Choi, Clémentine Deliss, Forensic Architecture, Anna Greve, Maria Lind, Léontine Meijer-van Mensch, Bonaventure Ndikung, RELAX (chiarenza & hauser & co), Ismahan Wayah, u.a. / a.o.

Anmeldung / Registration
Die Tagung ist eine öffentliche Veranstaltung und kostet keinen Eintritt. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung per Mail erforderlich. Die Vorträge werden in englischer und deutscher Sprache gehalten und finden im Toni-Areal in Zürich statt.
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The conference is free and open to public. Participants are required to register by mail to Bruno Heller, bruno.heller@zhdk.ch
The lectures will be held in English and German and take place at ZHdK Campus, Toni-Areal, Zürich.

Informationen zum Programm finden Sie hier.

12.4.2022

Museums and populism – International perspectives

Making Museums Matter
Mittwoch, 13.04.2022, 10:00–12:00 Uhr MEZ

Today, the rise of populism is one of the biggest challenges for democratic European societies. Yet the ways in which populist politics affect museums, their audiences and staff, their programmes and exhibitions, as well as cultural policies are rarely discussed. In this session, researchers and museum professionals come together to address the impact of populist politics on European museums, discuss the issues that museums are facing, and present strategies that museums have developed in order to challenge the rise of populism. Three inputs by museum professionals from the UK, Poland and Germany will provide insights into the different experiences of populist politics across Europe. In addition, the research project ‘Challenging Populist Truth-Making in Europe’ (CHAPTER) will provide early empirical results on the experiences of European museum stakeholders with the impacts of populism.

The online event will take place in English.

Guests:

– Bridget McKenzie (Climate Museum, UK)
– Jacek Kołtan (European Solidarity Centre Gdańsk, Poland)
– Hilke Wagner (Albertinum Dresden, Germany)
– Julia Leser (Humboldt University Berlin), Alice Millar (UCL London), Marlena Nikody (Jagiellonian University, Kraków)

Moderated by: Sharon Macdonald (Humboldt University Berlin) Christoph Bareither (Tübingen University)

Please register at: https://hu-berlin.zoom.us/meeting/register/u5wld-ygrzMrHddbjI7Xwnp0519I7OAEHG6j

12.4.2022

Kulturinstitutionen auf dem Radar rechter Politik: Erfahrungen, Umgangsweisen und Handlungsspielräume

Making Museums Matter
24.3.2022, 10-12 Uhr, MEZ

Organisation: Julia Leser (CARMAH), Christine Gerbich (CARMAH), Alina Gromova (Stiftung Neue Synagoge Berlin/COMCOL)

Selfies vor Nazisymbolen in Ausstellungen, rechte Anfeindungen und Angriffe auf Social-Media-Plattformen, rassistische und nationalistische Äußerungen während Teamsitzungen – Museen, Theater und Kulturinstitutionen als Orte demokratischer Auseinandersetzung mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft müssen sich zunehmend und aktiv mit rechtspopulistischen und rechtsextremen Stimmen und Praktiken auseinandersetzen. Was gibt es im Umgang mit solchen Erfahrungen konkret zu bedenken und wo findet man Unterstützung?

Dies ist die erste von zwei Veranstaltungen in der Reihe Making Museums Matter, die sich mit dem konkreten Umgang mit rechtspopulistischen Praktiken in Kulturinstitutionen beschäftigt. Sie versteht sich als Beitrag zu einer ganzen Reihe von Initiativen im Kulturbetrieb, die diesem Phänomen momentan aktiv begegnen.

Registrierung unter: https://hu-berlin.zoom.us/meeting/register/u5wtdu6qrT4uGdR3BT8iKF7T2pOQj9fBaGSI

12.4.2022

Zur Neubestimmung der kuratorischen Situation

Making museums Matter
Mittwoch, 26.1.2021, 10.30–12.00 Uhr (MEZ) via ZOOM

In ihrem jüngsten Buch Das Kuratorische (2021) stellt die Kunsthistorikerin, Kuratorin und Publizistin Beatrice von Bismarck Neucodierungen des Kuratorischen und den Begriff der „Kuratorialität“ vor. Dieser bündelt aktuelle Tendenzen in der kuratorischen Arbeit und meint, kurz gefasst, die Einbindung mehrerer Mitwirkender in die kuratorische Situation und die Ausrichtung auf Öffentlichkeit. Damit geht auch die Reflexion tradierter Hierarchien, Festschreibungen, Abhängigkeiten, Privilegien und Handlungsweisen in Bezug auf die Position von Kurator:innen, dem Format der Ausstellung oder dem Status der Dinge einher. Konsequenterweise reflektiert Kuratorialität auch die Herausbildung dieser Praktiken und Aufgaben sowie deren Neubestimmung.

Angeregt durch diese Publikation, widmet sich Making Museums Matterin der ersten Veranstaltung im neuen Jahr solchen veränderten kuratorischen Praxisformen und hat Kurator:innen eingeladen, ihre Projekte vorzustellen.

- Birgit Johler, seit 2019 Kuratorin im Volkskundemuseum Graz und Mitglied von MMM, wird die Veranstaltung einleiten und am Beispiel des 2021 neu eröffneten Museums Aspekte ihrer kuratorischen Arbeit und deren Konsequenzen vorstellen.

- Edith Hessenberger leitet seit 2018 die Ötztaler Museen und ist vergangenes Jahr für ihre Arbeit, gemeinsam mit ihrem Team, mit dem österreichischen Museumspreis ausgezeichnet worden. Vorgestellt werden die Ötztaler Museen als Regionalmuseen, die eine Verbindung herstellen zwischen historischem und gegenwärtigem Sammeln, aktuellen Forschungen und einer für die Region neuen und facettenreichen vermittlerischen Praxis.

- Nina Szogs ist seit 2021 Kuratorin für Diversität und neue Vermittlungsformate im Museum der Arbeit, Hamburg. Vorgestellt wird das Projekt „Startup Torhaus“ – ein neuer, offener Ort für Kommunikation im Museum der Arbeit, auch als Vorbereitung für das zukünftige „Forum. Zukunft gestalten“.

Im gemeinsamen Gespräch sollen u.a. das Verhältnis Kuratierung & Vermittlung, (für die jeweilige Institution) neue Formen von Beziehungen zur Öffentlichkeit sowie Potentiale, Komplexitäten oder auch Schwierigkeiten, die eine veränderte kuratorische Situation im Museum mit sich bringen, diskutiert werden.

Moderation: Christine Gerbrich, CARMAH und Alina Gromova, ICOM COMCOL, beide MMM

Anmeldung unter:
https://hu-berlin.zoom.us/meeting/register/u5EscuypqjwrGt19xgZClUEJXSXCAZO8QzcV


20.12.2021

Ausschreibung Professur Curatorial Studies, ZHdK

Professur Curatorial Studies, 80-90%

Zum 1. August 2022 wird an der Züricher Hochschule der Künste die Professur Curatorial Studies, zu der auch die Leitung des gleichnamigen Master-Studiengangs gehört, neu besetzt. Alle Informationen zur Ausschreibung finden sich hier.

12.4.2022

Sociomuseology – Museen machen Gesellschaftspolitik!

Making Museums Matter

Dienstag, 30 November, 10:30-12:00 Uhr MEZ via ZOOM

Was ist Sociomuseology? Was sind ihre Möglichkeiten? Wo und wie hat sich diese museologische Richtung entwickelt? Würzburger Studierende diskutieren mit Prof. Dr. Mario Moutinho und Moana Soto MA (Universidade Lusófona de Humanidades e Tecnologias, Lissabon), um zu verstehen, wie Museen Gesellschaftspolitik machen und eine Plattform für Aktivismus und Protest bieten.  Daneben wird Ole Joerss aus dem Museu da Maré in Brasilien berichten. Alle Teilnehmenden sind eingeladen, sich über die gesellschaftspolitische Wirkkraft von Museen auszutauschen. Diese Online-Veranstaltung findet am Dienstag, 30. November 2021, in deutscher und englischer Sprache im Rahmen der Reihe „Making Museums Matter“ statt und wird von der Professur für Museologie der Universität Würzburg gestaltet.

Gäste: Prof. Dr. Mario Moutinho, Moana Soto MA (Universidade Lusófona de Humanidades e Tecnologias, Lissabon), Ole Joerss (Museu da Maré in Brasilien)

Team: Simon Bosch, Guido Fackler, Violetta Grümpel, Maria Magdalena Neu, Johanna Rieger, Jana Sierig, Luisa Wesch

Anmeldung unter:
https://uni-wuerzburg.zoom.us/meeting/register/tJMkcuyvrDkuGdORSMZWAad2drprLdh4vRMM

27.10.2021

Museum am Ende der Zeit. Online zum Nachhören

Am Österreichischen Museumstag, Graz, 2021, wurde der Initiative „museumsdenken“  ein ganzer Tag eingeräumt, um eine Grundsatzdiskussion zu beginnen: welchen Herausforderungen müssen sich Museen stellen angesichts mindestens dreier, miteinander verknüpfter Krisen. Corona-Pandemie, Klimakrise und Erosion des Demokratischen fordern Museen. Antworten lassen sich nicht mehr aus der Museumspraxis und deren partieller Transformation gewinnen, sondern aus der Reflexion der gesellschaftlichen Rolle von Museen.

Acht Expertinnen und Experten diskutierten in zwei Gruppen und es gab Zeit für Teilnehmerinnen, selbst Antworten in Gesprächsrunden zu suchen.

Seit wenigen Tagen ist dieser Tag auf VIMEO online verfügbar: https://vimeo.com/637042992


12.10.2021

Rückblick 32. Österreichischer Museumstag

Am 32. Österreichischen Museumstag im Universalmuseum Joanneum in Graz war einiges los! Für alle, die nicht dabei sein konnten, gibt es ab 21. Oktober den Live-Stream auf Vimeo zum Nachhören. Neben ICOM CECA Preconference ABSTAND!? Nähe und Distanz zum Publikum und dem Museumstag zum Thema Museum: nachhaltig! gab es außerdem die Neuverleihungen und Verlängerungen des Österreichischen Museumsgütesiegels: 48 Museen wurden dieses Jahr ausgezeichnet, davon 18 Neuverleihungen und 30 Verlängerungen. Somit tragen österreichweit 299 Museen das Gütesiegel. Der Kriterienkatalog des Österreichischen Museumsgütesiegel wurde übrigens heuer einer Aktualisierung unterzogen und ebenfalls am Museumstag präsentiert. Dieser ist nicht nur für die Bewerbung ab 2022 gültig, sondern dient auch als Leitfaden über die Grundlagen des Museumsmanagements.

Der Österreichische Museumspreis ging heuer erstmals seit 2009 wieder nach Tirol und zwar an die Ötztaler Museen. Der Museumsbeirat des BMKÖS nominiert jährlich den Preisträger. Die Laudatio von Andreas Rüdiger, Direktor, vorarlberg museum, wird in der März-Ausgabe des neuen museums nachzulesen sein. Dort werden außerdem alle neuen Museumsgütesiegelträger vorgestellt, eine Tagungsreportage von Julia Stolba zeigt Überblick und Highlights.

Nächstes Jahr findet der 33. Österreichischen Museumstag vom 14. bis 16. Oktober 2022  im Landesmuseum für Kärnten statt.

dem Newsletter 10 des Museumsbundes Österreich entnommen


4.10.2021

Museumstag 2021 vom 6.–8. Oktober in Graz

Das Team des Universalmuseum Joanneum, Museumsbund Österreich und ICOM Österreich laden heuer von 6. bis 8. Oktober 2021 aus Anlass der STEIERMARK SCHAU zum Museumstag nach Graz ein.

Neben vielen weiteren Highlights liegt der Freitag, 8. Oktober, in der Regie von Museologe Gottfried Fliedl, der sich – inspiriert von Krzysztof Pomians Text „Das Museum am Ende der Zeit?“ – zahlreiche Podiumsgäste, darunter Stella Rollig, Generaldirektorin, Österreichische Galerie Belvedere, Wien, Matthias Beitl, Direktor, Volkskundemuseum Wien, Felicitas Heimann-Jelinek, Kuratorin, Wien und Hanno Loewy, Direktor, Jüdisches Museum Hohenems, eingeladen hat mit ihm und Nina Schedlmayer, Kulturjournalistin, Kulturkritikerin, Chefredakteurin morgen, Wien, über die nachhaltige Zukunft der Museen für unsere Gesellschaft zu sprechen.

20.9.2021

Hinweis zur Tagung

Ethischen Herausforderungen beim Erforschen und Ausstellen von Mumien und Human Remains

In den vergangenen Jahren ist es zu einem Wandel im Umgang mit Mumien und anderen menschlichen Überresten gekommen: Vermehrt treten ethische und juristische Aspekte in den Vordergrund, aber auch Fragen nach Präsentation, Repatriierung und Reburial.

Die Hanns-Seidel-Stiftung und die Professur für Museologie der Universität Würzburg möchten über diese gesellschaftlich wichtige Debatte in der internationalen Tagung „Mumien und andere menschliche Überreste: ethische Herausforderungen für Forschung und Ausstellung – Mummies and Other Human Remains: Ethical Challenges for Research and Exhibitions“ vom 1. bis 3. Oktober 2021 im Bildungszentrum Kloster Banz bei Lichtenfels (https://www.hss.de/bildungszentren/kloster-banz/) die Möglichkeiten und Grenzen im Umgang mit Human Remains in Präsenz (3G-Regel) beleuchten.

Dabei wird dem Umstand Rechnung getragen, dass es sich um ein ebenso vielschichtiges wie sensibles Thema handelt: Die Tagung nimmt verschiedene Arten von Sammlungen und Institutionen in den Blick, welche aus unterschiedlichen Gründen Human Remains in unterschiedlicher Gestalt beinhalten, und diskutiert unter Berücksichtigung diverser Fachperspektiven und zum Teil konträrer Positionen die Frage: Wie kann man ethisch verantwortlich mit Human Remains im Kontext von Forschung, Sammlung und Ausstellung umgehen?

20.7.2021

Kick-off-Veranstaltung museumdenken

Am 29. Juni 2021 hat die erste Veranstaltung von museumdenken stattgefunden. Insgesamt vierzehn Personen aus drei Ländern trafen sich auf der Basis eines gemeinsamen Interesses an einer Museumsdiskussion die aktuelle – durch die Pandemie bedingte – Krisenphänomene und grundsätzliche Museumsfragen aufgriff.

Es ging um die Festlegung der wichtigsten Fragen, deren Debatte dringend nötig scheint, und um die Bildung eines Netzwerkes von Personen und Institutionen, die diese Diskussion öffentlichkeitswirksam tragen kann.

Als Schwerpunkte kristallisierten sich unter anderem diese Felder heraus:

  • die Corona-Krise als Infragestellung eines museumspezifischen Fortschrittsoptimismus
  • die als Krisenreflex forcierte Digitalisierung, die strukturelle Eigenheiten des Museums (den Status des musealen Exponats, das Museum als architektonischer und sozialer Raum) infrage stellt
  • „Professionalität“ als nie hinterfragte Zuschreibung an die Rolle vor allem des Kuratierens und des Produzierens von Ausstellungen
  • die soziale Geltung des Museums, seine diesbezügliche Begrenztheit, sein sozialer Ausschließungscharakter
  • Partizipation und Integration aber auch dieFrage nach Mitbestimmung nach Innen, also nach den Organisationsformen desMuseums als Ganzes
  • die Rolle des Museums angesichts neoliberaler Abwertung von Bildung, der Geisteswissenschaften.

Ein ausführlicher Bericht folgt später.

Die beteiligten Personen waren:

Renate Flagmeier, Leiterin Museum der Dinge (Berlin)
Gottfried Fliedl, Museologe (Graz)
Alina Gromova, Vorstandsmitglied ICOM Deutschland und COMCOL (International Committee for Collecting) (Berlin)
Cilly Kugelmann, ehem. Programmdirektorin Jüdisches Museum Berlin (Berlin)
Felicitas Heimann-Jelinek, Kuratorin (Wien)
Angela Jannelli, Kuratorin Historisches Museum Frankfurt (Frankfurt)
Hanno Loewy, Leiter des Jüdischen Museum Hohenems (Hohenems)
Roswitha Muttenthaler, Museologin und ehem. Kuratorin des Technischen Museum Wien (Wien)
Anika Reichwald, Kuratorin Jüdisches Museum Hohenems (Hohenems)
Thomas Sieber, Prof. Hochschule der Künste Zürich und Institute for Cultural Studies in the Arts (Zürich)
Hannes Sulzenbacher, Kurator (Wien)
Thomas Thiemeyer, Univ. Prof. Institut für empirische Kulturwissenschaften Tübingen (Tübingen)
Niko Wahl, Kurator (Wien)
Regina Wonisch, ARGE/Stabsstelle Bezirksmuseum/Wien-Museum (Wien)

27.10.2021

Neue Replik auf Krszysztof Pomians Museumsdystopie

Ein sehr interessanter Kommentar zu Krszysztof Pomians Text „Wie schlecht steht es wirklich um die Zukunft der Museen?“ ist auf einem eben online gegangenen neuen Blog veröffentlicht worden.

Der Text stammt von der Kunsthistorikerin Susanne Neuburger, die bis vor kurzem Kuratorin am Wiener MUMOK war und die zusammen mit Hildegund Amanshauser, zuletzt Direktorin derInternationalen Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg, den Blog KUNST UND betreibt.

 

22.6.2021

neues museum 21/3

Das Museum am Ende der Zeit? und COVID-19. Die Schliessung der Museen. Ein Jahr danach


Ein Jahr Pandemie – was ist mit der Museumslandschaft geschehen? Den ersten Schwerpunkt Das Museum am Ende der Zeit? gestaltet Gottfried Fliedl inspiriert von einem Essay von Krzysztof Pomian.
Was in einem Jahr Pandemie mit den Museen passiert ist und was passieren soll – dazu gibt es Einblicke von zahlreichen Autorinnen und Autoren.

Jetzt bestellen um 8,80 € zzgl. Versand 3,80 € (9,90 € ins Ausland) unter info@museumsbund.at.

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